Tornados gehören zu einem der stärksten Winde auf der Welt. Während Hurrikane eine grosse Schneise der Zerstörung hinterlassen toben Tornados in einem viel kleineren Radius. In Deutschland werden sie häufig fälschlicher Weise Windhosen genannt was aber in dem Sinne nicht korrekt ist. Der wissenschaftliche Name in Deutschland ist Großtrombe.
Tornados können sehr hohe Windgeschwindigkeiten erreichen. Um die Stärke festzustellen gibt es die sogenannte Fujitaskala. Sie reicht von 0 bis 6. Die Stärke F6 wurde jedoch nie erreicht.
Am häufigsten sind die Tornados in den USA. Dort werden Stärken bis F5 erreicht. Ein F5 Tornado zerstört alles was sich ihm in den Weg stellt.
In Deutschland gibt es auch Tornados. Ihre Zahl schwankt von etwa 50 bis 200 Fälle im Jahr. Tornaods hat es immer schon in Deutschland gegeben. Im Zeitalter von Videokameras oder Digitalkameras sowie der dichteren Besiedlung werden Tornados jetzt eher entdeckt.
Das Wort Tornado stammt aus dem spanischen und bedeutet in etwa sich drehen. Daher zählen Tornados zu den Wirbelstürmen.
Es gibt zei Typen von Tornados.
1. Superzellentornados : Diese treten im Bereich von Superzellengewittern auf. Superzellengewitter sind hochreichende und gutorganisierte Gewitter die oft schweren Hagel , heftigen Wind und durch ihre Rotation auch Tornados hervorbringen können. Allerdings produzieren nur in etwa 30 % aller Superzellen, Statistik in den USA , auch einen Tornado. In Superzellen entstehen jedoch die gefährlichsten Tornados. Ob es die Möglichkeit eines Tornados gibt verrät einem die Wolke selber. Erster Verdacht ist wenn die Wolke rotiert , also sich gegen den Uhrzeigersinn um seine eigene Achse dreht. Zweites Indiz ist die sogenannte Wallcloud. Diese heist frei übersetzt Mauerwolke und beschreibt eine Wolkenabsenkung unter der Basis einer Superzelle. Tornados gehen meisst von so einer Wallcloud aus.
2. Typ 2 Tornados ( nichtmesoscalige Tornados ): Dieser schwächere Typ entsteht meisst im Bereich von turbolenten Schauerwolken. Wasserhosen gehören z.B. dazu. Sie erreichen meisst Stärken von F0 bis F1. F2 sind jedoch ebenfalls schon beobachtet worden. In den USA soll ein sollcher Tornado auch schon die Stärke F3 erreicht haben.
Vor Tornados wird in Deutschland kaum gewarnt. Zwar finden sich im Internet bei den Warnlageberichten oder auch mal im TV Stichworte aber ein Warnmanagment wie z.B. in den USA ist hier Fehlanzeige. Das Problem ist das man Tornados kaum vorraussagen kann. Man kann höchsten ein Potential erkennen. Da in Deutschland Tornados seltener auftreten als in den USA kann man darüber streiten ob ein solches Warnsystem sinnvoll wäre. Auch gibt es in den USA bezahlte Stormchaser ( Unwetterjäger ). In Deutschland machen das die Unwetterjäger in ihrer Freizeit. In Deutschland gibt es jedoch ein umfangreiches Netzwerk an Unwetterjägern. Diese sind unterwegs wenn sich Gewitterlagen einstellen. Das bekannteste ist Skywarn. Viele bieten auch über Meldeformulare an, wichtige Wettersichtungen weiter zu leiten.
Um Erfahrungen zu sammeln fliegen häufig, in der Saison, einige Unwetterjäger in die USA um dort auf Jagd zu gehen. Jedoch bin ich der Meinung das hier völlig andere Vorraussetzungen für Superzellen und Tornados gegeben sind.
Warum gibt es in Deutschland nicht mehr Tornados ?
Nun Ursache sind die Alpen. Die Alpen sind eine natürliche Barriere. Sie blockieren den Zustrom warmer Luftmassen aus Süden und kalte Luftmassen aus Norden und lenken diese um. Dadurch kommt es seltener zu Wetterlagen wie in den USA.